Mit Pareto leichter lernen

Das Paretoprinzip für die Schule


Vilfredo Frederico Pareto, franz.-ital. Ökonom und Soziologe, fand heraus dass 80% aller Ergebnisse durch 20% der Aufwände erzielt werden.  Daraus leitet sich die berühmte 80/20-Regel ab.

Ursprünglich fand Pareto heraus, dass sich in Italien 80% des Vermögens auf nur 20% der ital. Familien verteilt. Bald jedoch wurde erkannt, dass sich diese Regel äußerst vielfältig anwenden lässt.

Zum Beispiel:

• ca. 20% der Kunden machen ca. 80% des Umsatzes einer Firma
• in ca. 20% der Zeit erreicht man ca. 80% der Ergebnisse bei Projekten
• in ca. 20% der Zeit lernt man ca. 80% des Stoffes vor Prüfungen
• auf ca. 20% aller Seiten stehen ca. 80% der Kernaussagen eines Buches
• usw., diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen

Zum Paretoprinzip gibt es umfassende wissenschaftliche Abhandlungen, die dieses Phänomen mathematisch beweisen.

Andererseits besagt diese Theorie auch, dass man ca. 80% aller Aufwände deswegen treibt um zu einem 100%igen Ergebnis zu kommen. Oder anders ausgedrückt:

„Wer sich nicht mit ca. 80% zufrieden gibt hat den fünffachen Aufwand!“

Zum Beispiel – Lernen vor einer Prüfung:


Treffen wir für dieses Beispiel folgende Annahme.
Um 100% der Informationen zu lernen würde ich 10 Stunden Lernarbeit benötigen!
Ich lerne, laut Pareto, in 2 Stunden die ca. 80% wesentlichen Informationen für eine Prüfung. Will ich jedoch 100% der Informationen lernen beziehungsweise beherrschen so benötige ich in Summe ca. 10 Stunden dafür.

d.h. die ersten 80% kann ich in 2 Stunden lernen und für die restlichen 20% benötige ich 8 Stunden zusätzlich.

Eine schlaue Herangehensweise wäre:

Obiges Beispiel lässt sich mit entsprechender Vorbereitung verfeinern. Dazu ist es notwendig zuerst die zu lernenden Informationen vorab genau zu analysieren.

• Was sind die wichtigsten ca. 20% des Stoffes? Diese arbeite ich mir heraus.
• Von den verbleibenden ca. 80% sucht man sich wieder die ca. 20% wichtigsten Informationen heraus. Das sind nochmals ca. 16% des Gesamtlernmenge - 0,8*0,2=0,16.

Daraus folgt: Man hat vom Gesamtstoff die ersten 80% plus 16% in Summe also 96% herausgearbeitet!
Und das in 2 Stunden plus 1,6 Stunden (20% von den verbleibenden 8 Stunden), in Summe 3,6 Stunden! Nimmt man noch ca. 1,4 Stunden für die Analyse des Stoffes und Aufbereitung dazu so kann man von realistischen 5 Stunden Aufwand für 96% der Stoffbeherrschung ausgehen.

Statt 10 Stunden für 100%, nur 5 Stunden für 96%!
Das entspricht 50% Zeitersparnis!

Wichtige Anmerkungen:
Dieses theoretische Beispiel lässt sich natürlich nur auf das Lernen von trockenen Fakten, z.B. Lernfächer, anwenden, nicht jedoch wenn es darum geht wesentliche Inhalte verstehen zu müssen.  Die Zeit um zu verstehen ist sehr individuell und kann sicher nicht für alle allgemein gültig sein!

Wesentlich bei obiger Methode ist die korrekte Vorbereitung. Alleine durch das Aufbereiten des Stoffes und das herausfiltern der 80% wesentlichen Informationen und das abermalige durchforsten der restlichen 20% auf 80% wesentliches lernst du schon sehr viel! Ohne diese Vorbereitung funktioniert die Methode nicht!

Die vorgenannten Zahlen sind nur Beispiele! Wenn du z.B. für einen Test damit rechnen würdest 4 Einheiten zu je 2 Stunden zu lernen, dann sieht das Beispiel in etwa so aus:
Herkömmlicher Lernaufwand : 8 Stunden (4 mal 2)
• 80% von 100% in 20% der Zeit. Das sind 1,6 Stunden.
• 80% von verbleibenden 20% in 20% von 6,4 Stunden. Das sind 1,3 Stunden.
Die ideale Aufteilung wäre somit:
• 1.Einheit: Aufbereitung des Stoffes und die wesentlichen 80% lernen. In Summe ca. 2 Stunden.
• 2.Einheit: die wesentlichen 80% wiederholen und von den restlichen 20% die wesentlichen 80% lernen. In Summe ca. 2 Stunden.
• 3. Einheit: alles gelernte wiederholen. Ca. 1 Stunde.

Damit kommst du immer noch auf nur 5 anstatt 8 Stunden!
Somit hast du aber 96% des Stoffes gelernt und die wesentlichsten 80% in Summe dreimal durchgearbeitet!

Probier es einfach einmal aus.
Viel Spaß beim Lernen!



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