Kräuterportraits


Die Kräuter(Wildkräuter)saison beginnt im April und im Laufe des Frühlings und des Sommers kommen immer neue Arten dazu.

Bis zum Höhepunkt des Sommers werden die Aromageschenke des Sommers immer intensiver, während der Duft, die ätherischen Öle und Blüten der Kräutertöpfe schon von Weitem locken.

„So können Kräuter und Blumen der gemeinsten Art
ein liebes Tagebuch bilden,
weil nichts, was die Erinnerung eines glücklichen Moments zurückruft,
unbedeutend sein kann.“

Johann Wolfgang von Goethe


SCHNITTLAUCH

lat. Allium schoenoprasum

Bild "schnittlauch.JPG"

Standort: frischer, nährstoffreicher Boden
Wuchs: dichte Büschel, Höhe ca. 30 cm, röhrenförmige Blätter, winterhart
Blüte: rosa – violett, kugelförmige Scheindolden
Pflege: nach der Blüte zurückschneiden um den Wuchs anzuregen
Ernte: Blüten und Blätter
Verwendung: Salate, Salatdressings, Suppen, Kräuterbutter, Kräutertopfen, als Brotbelag, Fleisch und Fischgerichte, Blüten zur Dekoration
Gesundheit: 100 g Schnittlauch enthalten fast 50 mg  Vitamin C, appetitanregend


GIERSCH

auch Geißfuß od. Dreiblatt genannt
lat. Aegopodium podagraria

Bild "girsch.JPG"

Standort: unter schattigen Büschen, feuchten Böden, in Wäldern
Wuchs: 30 – 100 cm, Ausbreitung durch sehr starke Wurzelausläufer
Blüte: weiße Blütendolden
Pflege: keine, Wurzelausläufer nicht zerhacken, bildet sofort neue Pflanze, kann mitunter auch zur Plage werden
Ernte: Blatt
Verwendung: für Salat, Suppen, Tee, Aufstriche, als Gemüse (wie Spinat)
Gesundheit: enthält viel Kalium, Vitamin C und Eisen, krampflösend,  entgiftend, blutreinigend, hilft bei Rheuma, Gicht und Arthritis

PETERSILIE

lat. Petroselinum crispum

Bild "petersilie.JPG"

Standort: sonnig bis halbschattig
Wuchs: ca. 20 – 40 cm hoch, zweijährig
Blüte: flache, kleine Dolden im zweiten Jahr
Pflege: regelmäßig gießen,  vor Schnecken schützen
Ernte: frische Blätter, Samen
Verwendung: Suppen , Saucen, Salate, zum Trocknen, zum Einfrieren, Erdäpfel und Fleischgerichte, zur Dekoration von Speisen    
Gesundheit: Wurzel bei Blähungen, Blasenentzündung und Periodenschmerzen, zur Linderung bei Wespen und Bienenstichen mit frischen Blättern einreiben, die Blätter und Samen sind harntreibend, sie sorgen bei Gicht, arthritischen und rheumatischen Beschwerden für einen verbesserten Abtransport der Stoffwechselschlacken aus den entzündeten Gelenken

LIEBSTÖCKEL

auch Maggikraut genannt
lat. Levisticum officinale

Bild "maggikraut.JPG"

Standort: Trockenheit vermeiden, sonnig bis halbschattig
Wuchs: bis zu 2 m Höhe, winterhart
Blüte: blass gelbe Dolden
Pflege: im Herbst zurückschneiden, mit Kompost versorgen
Ernte: frische Blätter vor der Blüte
Verwendung: Suppen (Aroma ähnlich der  „Suppenwürze Maggi“), Fleischgerichte, Salate, für Suppensalz
Gesundheit: hilft bei Verdauungsstörungen, Blähungen, Appetitlosigkeit, Harnwegerkrankungen, Koliken, lindert Periodenschmerzen, wirkt wärmend und durchblutend sowie kreislaufunterstützend

SCHNITTKNOBLAUCH

lat. Allium Tuberosum

Bild "schnittknoblauch.JPG"

Standort: sonnig, nährstoffreicher, gut durchlässiger Boden  
Wuchs: ca. 40 cm
Blüte: weiße sternförmige zarte Blüten
Pflege: nach der Blüte zurückschneiden
Ernte: Blätter
Verwendung: zartes Aroma, Suppen Fleischgerichte, Pfannengerichte
Gesundheit: enthält schwefelreiches Senföl – wirkt daher verdauungsfördernd, entzündungshemmend und fördert die Wundheilung, regt die Blutzirkulation an

BÄRLAUCH

auch Waldknoblauch, wilder Knoblauch oder Hexenzwiebel genannt
lat. Allium Ursinum



Standort: feuchter, halbschattiger Boden, in Wäldern
Wuchs: Höhe ca. 35 – 50 cm, flache Blätter die an der Oberseite dunkelgrün, an der Unterseite etwas heller (wird oft mit Maiglöckchen verwechselt – Achtung, diese sind giftig!)
Blüte: aufrecht stehende, sternförmige, weiße Blütenbüschel
Pflege: Aussaat im November, denn die Samen keimen erst nach Frosteinwirkung
Ernte: nur Blätter
Verwendung: zum Verfeinern von Salaten, Suppen, Saucen und Gemüse, milder als Knoblauch
Gesundheit: als Hausmittel, bei Magenverstimmung, Blähungen und Koliken, appetitanregend, senkt hohen Blutdruck, verdauungsfördernd

Alter Spruch:
„Iss Porree im Frühling und Bärlauch im Mai,
dann haben die Ärzte für den Rest des Jahres frei!“

SCHLÜSSELBLUME

lat. Primula veris

Bild "schluesselblume.JPG"

Standort: Sonne oder Halbschatten, liebt kalkhaltige Böden
Wuchs: ca. 20 cm hoch
Blüte: leuchtend gelbe Blüten die in Doldenform am Ende eines langen Stängels sitzen
Pflege: mehrjährig, die Pflanze zieht ihre Blätter im Spätsommer ein und kommt im nächsten Frühjahr wieder
Ernte: Blätter vor der Blüte, Blüten von April – Mai und die Wurzeln im Herbst
Verwendung: Blätter für Salate, Blüten für Salate und zur Dekoration
Gesundheit: Wurzeltee bei Husten – wirkt schleim- und krampflösend, Blütentee bei Schlaflosigkeit oder bei Überaktivität bei Kindern
Da die Schlüsselblume in Österreich unter Naturschutz. Steht, darf sie an Wildstandorten nicht gesammelt werden!

RHABARBER

lat. Rehum rhabarbarum

Bild "rhabarber.JPG"

Standort: gut gedüngter Boden, halbschattig
Wuchs: Blütenstiele können bis zu 3 m hoch werden, mehrjährig
Blüte: Juni, rispenartige Blütenstände, ausbrechen
Pflege: benötigt viel Wasser
Ernte: Im Frühjahr
Verwendung: in der Küche nur die Stiele – für Marmeladen, Kompotte oder als Kuchenbelag (Stiele immer mit einem Sparschäler schälen)
Gesundheit: Wurzeltee, hohe Dosierung – wirkt abführend, in gering Mengen – wirkt er stopfend

SAUERAMPFER

lat. Rumex acetosa

Bild "sauerampfer.JPG"

Standort: sonnig bis halbschattig, feuchte nährstoffreiche, stickstoffreich Böden
Wuchs: 30 – 100 cm Höhe, mehrjährig
Blüte: kleine rote Blüten in lockerer Rispenform
Pflege: Blütenstiele abschneiden um das Versamen der Pflanze zu verhindern
Ernte: nur die jungen Blätter im Frühjahr verwenden
Verwendung: Blattgemüse für Suppen und Salaten, beim Verzehr von größeren Mengen kann es zu gesundheitlichen Beschwerden kommen, da Sauerampfer besitzt einen hohen Anteil an Oxalsäure
Gesundheit: äußerlich aufgetragen wirkt er bei Hauterkrankungen wie Krätze, Soor, oder Flechten, sanft abführend bei leichter Verstopfung

LÖWENZAHN

auch Puste oder Kuhblume genannt
lat. Taraxacum officinale

Bild "loewenzahn.JPG"

Standort:  wächst überall, auf jeder Art von Boden in der Sonne oder im Halbschatten
Wuchs: ca. 30 cm hoch, rosettenförmige Blätter, mehrjährig
Blüte: Hauptblüte im April – Mai, die gelben Blüten sitzen an langen kahlen Stengeln
Pflege: keine, wird oft als lästiges Unkraut bezeichnet
Ernte: Frühjahr – Junge Blätter(schmecken leicht bitter), 2 jährige Wurzel in Stücke schneiden und im Backofen oder an der Luft trocknen
Verwendung: junge  Blätter für Salat, Blütenköpfe für Honig, früher wurde  aus den gerösteten Wurzeln Kaffeeersatz hergestellt
Gesundheit: als Bittertonikum hilft es bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit, außerdem ist der Löwenzahn ein gutes Mittel um den Körper zu entschlacken, nützlich auch bei Akne, Ekzemen und Schuppenflechten

STIEFMÜTTERCHEN

auch Muttergottesschuh, Schöngesicht oder Gedenkmein genannt
lat. Viola tricolor

Bild "stiefmuetterchen.JPG"

Standort: sonnig oder halbschattig, feuchter humoser Boden
Wuchs: zweijährig, ca. 15 – 20 cm hoch
Blüte: bei der Wildform – lila, weiß und gelb gefärbt
Pflege: regelmäßig gießen,
Ernte: Frühjahr - Sommer
Verwendung: Blüten für Salat, zum Verzieren von Torten
Gesundheit: wirkt leicht entgiftend und harntreibend und regt den Stoffwechsel an

KRESSE

lat. Lepidium sativum

Bild "kresse.JPG"

Standort: sonnig – halbschattig, nährstoffreiche Boden
Wuchs: Höhe bis 50 cm
Blüte: klein, weiß, rosa
Pflege: Aussaat in Schalen, benötigt sehr viel Feuchtigkeit, darf nicht austrocknen
Ernte: nur die Sämlinge mit dem ersten Blattpaar
Verwendung: in der Küche nur roh verwenden, für Salate, zur Dekoration, Kräuterdips, auf`s Butterbrot
Gesundheit: bei Husten, Asthma, rheumatische Beschwerden und Verdauungsprobelmen

GÄNSEBLÜMCHEN

lat. Bellis perenns

Bild "Gaensebluemchen.JPG"

Standort: Wiesen und Felder
Wuchs: rosettenartiger Wuchs, 3 -15 cm hoch
Blüte: weiß, rosa
Pflege: anspruchslos
Ernte: Blüten, Blätter
Verwendung: Blüten und junge Blätter für Salate, zur Dekoration
Gesundheit: Breiumschlag aus Blüten und Blättern bei Gicht

KÜCHENZWIEBEL

lat. Allium cepa

Bild "zwiebel.JPG"

Standort: sonnig, mittelschwerer Gartenboden
Wuchs: ca. 90 cm hoch
Blüte: runde, weiße – purpurfarbene Blütenständ
Pflege: gleichmäßig feucht halten(sonst sind die Knollen zu klein)
Ernte: Juli – September, erst bis das Zwiebelkraut welk ist, dann Büschelweise zum Trocknen aufhängen
Verwendung: in der Küche für zum verfeinern von Fleischgerichten aller Art, Suppen, Salate, pastenartige Gewürzmischungen, rohe Zwiebel wird bei langem Stehen an der Luft bitter
Gesundheit: appetitanregend, verdauungsfördernd, bei Insektenstichen, eiternden Wunden, zur Behandlung von Entzündungen der Harn- und Atemwege, bei Darminfektionen, hält den Cholesterinspiegel nieder, zum Austrocknen von Abszessen und Furunkeln

KNOBLAUCH

lat. Allium satvium

Bild "knoblauch.JPG"

Standort: sonnige, durchlässige, nährstoffreiche Böden
Wuchs: einjährig, bis ca. 50-100 cm hoch, Blattschopf aus Zwiebel
Blüte: runde Blütenstände, mit vielen kleinen, grünlich-weißen –blass-rosa Blüten
Pflege: einjährig, Boden mit Kompost vorbereiten, die Zehen schon im Winter einpflanzen,
Ernte: frische Blätter im Frühjahr, Knollen im Hochsommer ernten und zum Trocknen auf Gitterrost auflegen
Verwendung: Bei Salaten nur die Schüssel mit einer Knoblauchzehe ausreiben, als Gewürz werden zerkleinerte Knoblauchzehen in Suppen, Fleischgerichten, Kräuterbutter und Grillsaucen verwendet
Gesundheit: desinfizierende Wirkung, senkt den Cholesterinspiegel,
bei Infektionen der Atemwege, verdauungsfördernd, bei altersbedingten Blutgefäßveränderungen

KÜCHENSCHELLE

lat. Pulsatilla vulgaris

Bild "kuechenschelle.JPG"

Standort: trockenen, kalkhaltige Böden
Wuchs: winterhart, ca. 10-25 cm, behaarte feingeteilte Blätter, nach der Blüte ausstreuen
Blüte: rosa - lila
Pflege: keine - Wildpflanze
Ernte: Blütenblätter, Kraut
Verwendung: traditionell - Blütenblätter zum Eierfärben
Gesundheit: alte Heilpflanze – zur Lösung von Krämpfen, Schlaflosigkeit, Unruhezustände
Achtung: In zu hoher Dosierung verursacht  sie Schüttelkrämpfe, Erbrechen, Durchfall!

ECHTER SALBEI

lat. Salvia officinalis

Bild "echter-salbei.JPG"Bild "salbei-blau.JPG"

Standort: sonnig, kalkhältiger, durchlässiger Boden
Wuchs: es gibt mehr als über hundert verschiedene Arten, mehrjährig, immergrüner,  aufrechter ca. 80 – 100 cm hoher Strauch
Blüte: blassblau, rosa - Violett
Pflege: welke Blätter im zeitigen Frühjahr entfernen und leicht zurückschneiden, nach der Blüte kräftig zurückschneiden um den Neuaustrieb zu fördern
Ernte: Blätter, das ganze Jahr über
Verwendung: zum Herstellen von Kräuteressig oder Öl, zum Würzen von Fleischspeisen, zum verfeinern von Gemüse, Salbei entfaltet sein Aroma erst beim Anbraten oder Mitkochen,
Gesundheit: als Tee, bei Entzündungen im Mund und Rachenraum, bei Darm und Magenbeschwerden, Blähungen oder Entzündungen der Darmschleimhaut, reduziert übermäßige Schweißbildung, Nachtschweiß, zum Reinigen fettiger, großporiger Haut in Form von Gesichtsdampfbädern, ein heißes Bad mit Salbeiblättern wirkt entspannend und beruhigend

ANANAS SALBEI
lat. Salvia rutilans

Bild "ananassalbei1.jpg"

Standort, Wuchs, Pflege: wie  beim echten Salbei
Blüte: kräftig rot
Ernte: Blätter und Blüten
Verwendung: in der Küche(schmeckt wie Hawaiananas), für Obstsalate oder Teemischungen


moziloCMS 1.11.2 | Sitemap | Letzte Änderung: Nimm das Gefühl mit (17.04.2017, 09:45:34)